Kanada | Prince Edward Island (PEI)

Prince Edward Island (kurz PEI) ist eine der Seeprovinzen in Ostkanada. Die Insel liegt im Atlantik und wird auch „Garten des Golfs“ genannt und ist übrigens die kleinste Provinz Kanadas. Um auf die Insel zu gelangen, überquerten wir von New Brunswick aus mit unserem Mietwagen die Confederation Bridge. Mit einer Länge von 12,88 Kilometern ist sie nicht nur die längste Brücke Kanadas, sondern auch eine der längsten Brücken der Welt. Der Himmel war an diesem Tag unglaublich blau. Es war Sommer, die Sonne glitzerte auf dem Wasser und die Fahrt über die Brücke fühlte sich nach purer Freiheit an.

Wir fuhren zur Hauptstadt der Insel, der Hafenstadt Charlottetown. Hungrig suchten wir einen Platz zum Frühstücken und fanden schließlich eine hübsche Location, die uns für die schöne Hafenstadt angemessen erschien. Ich bestellte mir Pancakes mit Blaubeeren und Ahornsirup, was meine durch Hunger und Müdigkeit getrübte Stimmung sofort besserte. Beim Essen studierten wir unsere Karten und Reiseführer und ich glaube, ich wusste schon in diesem Moment, dass Prince Edward Island ein ganz besonderer Ort für uns werden würde. Isa und ich mochten die Gastgeber unseres Bed and Breakfasts in Charlottetown sehr. Bob und Aldene waren in den paar Tagen, die wir auf PEI verbrachten wirklich wie eine kleine Familie für uns. Sie fragten stets, ob es uns gut ginge, ob wir etwas bräuchten und bereiteten das Frühstück mit so viel Liebe zu, dass der Tag immer einen schönen Start hatte.

Am Hafen von Charlottetown gibt es eine schöne Promenade mit kleinen Läden für Touristen. In der Innenstadt gibt es historische Gebäude, Restaurants, Cafés und Boutiquen. Es ist schön zum Umherbummeln und wir haben auf Prince Edward Island oft (sehr oft!) handgemachtes Eis gegessen, das wohl leckerste Eis überhaupt.

Charlottetown

Brackley Beach & Covehead Harbor

Bekannt wurde Prince Edward Island übrigens auch durch die Kindergeschichte "Anne of Green Gables" aus den Romanen der Schriftstellerin L.M. Montgomery, die in dem fiktiven Ort Avonleigh in der Nähe von Cavendish spielen. Überall in der Stadt gibt es kleine Fanläden für Touristen. Da sich auch Isa als kleiner Fan entpuppte, besuchten wir eine Nachstellung des Ortes, der in dem Kinderroman beschrieben wird. Für die Liebhaber der Geschichte über das rothaarige Mädchen mit dem Strohhut wurden dort einige im Roman beschriebene Orte nachgestellt. Obwohl ich die Geschichte nie gelesen habe und wohl auch nicht mehr zu einem "Anne of Green Gables" Fan werde, war ich umso schneller ein großer Fan von Cavendish. In dem Nationalpark von Cavendish gibt es einen wunderschönen, felsigen Strand mit rötlich, braunem Sand - irgendwie hat mich dieser Ort total fasziniert und in seinen Bann gezogen.

Summerside

Nach Charlottetown die zweitgrößte Stadt auf Prince Edward Island

 

Die Tage am Meer haben so unendlich gut getan. Die Füße im Wasser, salzige Luft in den Haaren, Sonnenstrahlen auf der Haut - mehr braucht es nicht, damit ich mich einfach wunderbar fühle. Das Heimweh ist wie von der warmen, salzigen Luft weggeblasen. Was bleibt, ist ganz viel Wärme in meinem Herzen - vor allem weil es so gut tat einen Tag mal abzuschalten und einfach nur im Sand zu sitzen und zu lesen - und ein kleiner Sonnenbrand auf meiner Nase.

Viel zu schnell ging unsere Zeit auf dieser wunderbaren Insel mit den schönen Stränden und dem leckeren Eis vorbei. Bevor wir auf die Fähre fahren entdeckten wir aber noch ein paar Holzhütten, die dort einfach auf einem Feld standen - ich weiß nicht warum, aber sie hatten etwas sehr geheimnisvolles an sich und erinnerten mich direkt an das Buch das ich zu der Zeit gerade gelesen habe: "Paper Towns" von John Green.

 

Bis bald, Eure Desi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to top